Vokalwoche Melk

25.07.-01.08.2027, Benediktinerstift Melk

für geübte Chorsänger:innen, Solist:innen und Chorleiter:innen

Musikalische Leitung Heinz Ferlesch

Das erwartet dich

Programmübersicht

  • Plenum: Giuseppe Verdi: „Messa da Requiem“, Fassung als Kammeroratorium von Michael Betzner-Brandt
  • 4 Kammerchöre
  • 3 Studios für Einzelstimmbildung
  • 3 Studios für solistisches Arbeiten und Interpretation
  • Konzerte und musikalische Gestaltung des Gottesdienstes
  • Chorisches Einsingen
  • Rahmenprogramm

Seit 30 Jahren bietet die Vokalakademie Niederösterreich Workshops für Sänger:innen und Chorleiter:innen an: Chorarbeit, solistisches Singen und Stimmtraining mit internationalen Referent:innen.

Ebenso lange ist die Vokalwoche Melk im Sommer ein fixer Treffpunkt für alle, die eine Woche lang intensiv gemeinsam singen wollen. Noch weiter zurück reichen die Familiensingwochen, die heuer ihr 70-jähriges Bestehen feiern.

Diese Jubiläen feiern wir gemeinsam am 31. Juli 2027 im Stift Melk, mit einem Werk, das dem Anlass gerecht wird.

Giuseppe Verdi: „Messa da Requiem“
Fassung als Kammeroratorium von Michael Betzner-Brandt

Im Jubiläumsjahr steht Verdis „Messa da Requiem“ im Mittelpunkt des Plenums der Vokalwoche Melk. Giuseppe Verdi schrieb sie 1874 zum Gedenken an den Dichter Alessandro Manzoni. Entstanden ist ein Werk von zeitloser Gültigkeit, das vom Chor getragen wird. Hoffnung, Angst, Trost und Freude erklingen darin mit der Unmittelbarkeit einer Opernszene.

Der Chor flüstert das „Requiem aeternam“ aus der Stille heraus, entfesselt im „Dies irae“ das Jüngste Gericht und singt im „Sanctus“ eine doppelchörige Fuge. Im abschließenden „Libera me“ steht er gemeinsam mit der Solosopranistin im Zentrum des Geschehens. Kaum ein Werk verlangt von Sänger:innen eine größere Bandbreite zwischen dem leisesten Pianissimo und dem vollen Klang im Forte.

Gewöhnlich wird das Requiem mit großem Orchester aufgeführt. In der Fassung als Kammeroratorium trägt das Klavier das harmonische Gerüst, und fünf Instrumente setzen die Farben: Das Horn übernimmt die Rufe und Signale der Blechbläser, der Kontrabass gibt dem Klang sein dunkles Fundament, die Marimba bringt einen warmen, schwebenden Klang ein. Gran Cassa und Pauken bewahren die Wucht der großen Momente, allen voran die gewaltigen Schläge im „Dies irae“. So bleiben die Orchesterfarben des Originals erkennbar, erscheinen aber in zarteren Tönen. Das kommt vor allem den vielen kammermusikalischen Passagen zugute: Der Chorklang wird durchhörbarer und der Text verständlicher.

Ein Requiem zum Jubiläum mag zunächst überraschen. Verdis Werk ist aber vor allem Musik des Erinnerns, der Dankbarkeit und einer Vision. Das passt zu einem Anlass, bei dem wir auf Jahrzehnte gemeinsamen Singens zurückblicken, dankbar sind für viele wunderbare musikalische Begegnungen und daraus den Antrieb schöpfen, das Singen in der Vokalakademie auch in Zukunft als unsere gemeinsame Sache innovativ weiterzudenken.

Für das Plenum der Vokalwoche Melk ist es eine besondere Gelegenheit, eines der bedeutendsten Chorwerke der Musikgeschichte gemeinsam zu erarbeiten und im Jubiläumsjahr im Stift Melk zum Klingen zu bringen.

Wir bitten nach erfolgter Zusage um das Vorstudium des Sanctus und der Schlussfuge im Libera me.

 

Referent:innen & Inhalte
Leitung: Heinz Ferlesch
Assistenz: Fabio Felsberger
Korrepetition: Kyoko Yoshizawa

  • Giuseppe Verdi: „Messa da Requiem“, Fassung als Kammeroratorium von Michael Betzner-Brandt
  • Eric Whitacre: „Sing gently“

Vier Kammerchöre, vier Handschriften, vier Themen. Zusätzlich zum Plenum bieten die Kammerchöre der Vokalwoche Melk Raum für intensive Klangarbeit. Jeder Kammerchor folgt einem eigenen Leitgedanken und spannt einen weiten Bogen: von der englischen Renaissance bis zur Gegenwart, von geistlicher Chormusik bis zum Popsong, von estnischen Hochzeitsliedern bis zum indischen Mantra.

 

„Pulsation“
Leitung: Fabio Felsberger

Rhythmus als Lebensader: Dieser Kammerchor spürt dem Puls der Musik nach, vom dramatischen Bekehrungserlebnis des Saulus über Knut Nystedts schwebende Klangflächen bis zu William Blakes „Tyger“ und Imogen Heaps vielschichtigem Popsong. Ein Programm für alle, die Energie, dichte Klangflächen und rhythmische Präzision lieben.

Werke

  • Randall Stroope: „The Conversion of Saul“
  • Knut Nystedt: „Peace I Leave with You“
  • Emil Råberg: „The Tyger“
  • Imogen Heap: „Hide and Seek“

 

„Was wir lieben!“
Leitung: Anne Kohler

Musik, die von Herzen kommt: Anne Kohler versammelt Chorstücke voller Wärme und Lebensfreude, vom festlichen Gloria und innigen Gebet über estnische Hochzeitslieder bis zum plattdeutschen Liebeslied und zum Lobgesang „Modimo“ aus Südafrika.

Werke

  • Knut Nystedt: „Gloria“ aus der „Missa brevis“
  • Max Bruch: „Gebet“
  • Gioachino Rossini: „O salutaris hostia“
  • Veljo Tormis: aus den „Votic Wedding Songs“, Nr. 6 und Nr. 7
  • Helmut Wormsbächer: „Dat du min Leevsten büst“
  • Michael Barrett: „Modimo“

 

„Very British“
Leitung: Sebastian Meixner

Eine Reise durch fünf Jahrhunderte britischer Chortradition: von der klaren Polyphonie William Byrds über die romantische Klangfülle von Charles Villiers Stanford bis zu Shakespeare-Versen im Swing-Gewand von Ward Swingle und einem Klassiker der Beatles. Ein Programm mit Stil, Eleganz und Augenzwinkern.

Werke

  • William Byrd: Sanctus aus der „Mass for Four Voices“
  • Charles Villiers Stanford: „Justorum animae“
  • Charles Hubert Parry: “My soul, there is a country”
  • Ward Swingle: „It Was a Lover and His Lass“
  • The Beatles, arr. Karl-Fredrik Jehrlander: „Michelle“

 

„Canticum novum“
Leitung: Jan Schumacher

„Singet dem Herrn ein neues Lied“: Ausgehend von diesem Psalmvers zeigt Jan Schumacher, wie vielfältig das neue Lied heute klingen kann. Werke aus Litauen, Deutschland, Polen und den Niederlanden spannen den Bogen vom rhythmisch pulsierenden „Cantate Domino“ über eine jazzinspirierte Psalmvertonung bis zum meditativen Gayatri-Mantra und einem eindringlichen „Agnus Dei“.

Werke

  • Vaclovas Augustinas: „Cantate Domino“
  • Heinz Werner Zimmermann: „O Sing unto the Lord a New Song“
  • Zuzanna Koziej: „Gayatri Mantra“
  • Henk Badings: „Agnus Dei“

 

Hinweis zur Anmeldung: Die vier Kammerchöre proben zeitgleich. Bitte gib bei der Anmeldung deine Präferenzen an (1., 2. und 3. Wahl). Die Einteilung erfolgt durch den künstlerischen Leiter im Sinne der Ausgewogenheit der Stimmgruppen. Wir bitten um Verständnis, dass sie nicht ausschließlich nach den angegebenen Präferenzen erfolgen kann.

Einzelstimmbildung
für Interessierte

In drei Einheiten zu je 30 Minuten hast du die Möglichkeit, deine Stimme besser kennenzulernen, deine Gesangstechnik zu verbessern und stimmtechnische Fragen gemeinsam mit den Pädagog:innen zu klären. Gerne kannst du auch Literatur mitbringen, an der du mit den Pädagog:innen arbeiten möchtest – bitte in zweifacher Ausfertigung.

Extrabuchung | Beitrag EUR 100,– (begrenzte Teilnehmer:innenzahl)

Bitte beachte: Du kannst entweder die Einzelstimmbildung oder eines der solistischen Angebote buchen, nicht beides.

 

Stimmtechnik und solistisches Arbeiten
für solistisch Interessierte

Du arbeitest in jeder Einheit sowohl stimmtechnisch als auch interpretatorisch mit Korrepetition. Du kannst eigene Sololiteratur mitbringen und/oder im Rahmen des Kurses neue Literatur kennenlernen. Bitte bereite zwei bis drei Lieder bzw. Arien vor und bringe sie in dreifacher Ausfertigung mit. Dir stehen vier Einheiten zu je 40 Minuten zur Verfügung.

Extrabuchung | Beitrag EUR 160,- (begrenzte Teilnehmer:innenzahl)

 

Sologesang und Interpretation
für solistisch Geübte

Solistisch geübte Sänger:innen erarbeiten und interpretieren mit Klavierbegleitung verschiedene Werke der Sololiteratur. Technik und individuelle Ausdruckskraft werden geübt und vertieft. Bitte bereite zwei bis drei Lieder bzw. Arien vor und bringe sie in dreifacher Ausfertigung mit. Dir stehen vier Einheiten zu je 40 Minuten zur Verfügung.

Extrabuchung | Beitrag EUR 160,- (begrenzte Teilnehmer:innenzahl)

Bitte beachte: Du kannst entweder die Einzelstimmbildung oder eines der solistischen Angebote buchen, nicht beides.

 

Chorisches Einsingen

Im Einsingen werden alle Teilnehmer:innen auf die Probenarbeit vorbereitet. Die Einheiten leiten verschiedene Referent:innen. So erhältst du einen abwechslungsreichen Einblick in unterschiedliche Aspekte der chorischen Stimmpflege.

Organisatorisches

Hard Facts

Kursbeginn
Sonntag, 25. Juli 2027, 10:00 Uhr, Kolomanisaal (Anreise ab 9 Uhr)

Auftritte & Konzert

  • Freitag, 30. Juli 2027, 19:30, “Cantemus”, Konzert der Solist:innen und der Kammerchöre im Kolomanisaal
  • Samstag, 31. Juli 2027, 18:30, Festakt 30 Jahre Vokalakademie Niederösterreich und 70 Jahre Familiensingwochen in der Stiftskirche
  • Samstag, 31. Juli 2027, 19:30, Abschlusskonzert der Vokalwoche Melk in der Stiftskirche
  • Sonntag, 1. August, 2027, 9:00, musikalische Gestaltung des Gottesdienstes in der Stiftskirche

Kursende
Sonntag, 1. August, 2027, ca. 11:00 Uhr

Ort
Stift Melk
Abt-Berthold-Dietmayr-Straße 1
3390 Melk

Anmeldefrist
15.03.2027

Die Vokalwoche Melk richtet sich an geübte Chorsänger:innen, Solist:innen und Chorleiter:innen.

Grundkenntnisse im Blattsingen sind erwünscht.

Frühstück individuell in den Unterkünften

  • 08:45 – 09:05 Uhr | Einsingen
  • 09:15 – 10:15 Uhr | Kammerchöre
  • 10:30 – ca. 12:15 Uhr | Plenum

Mittagessen/Mittagspause

  • 15:00 – 16:00 Uhr | Plenum
  • 16:30 – 18:00 Uhr | Kammerchöre

Abendessen

  • 19:00 – 20:30 | Plenum

Einzelstimmbildung und solistisches Arbeiten findet parallel zu den Chorproben statt.

  • EUR 320,- für Erwachsene
  • EUR 170,- für Schüler:innen, Studierende bis 27 Jahre

Optional/ Zusatzbuchung

  • EUR 100,- | Einzelstimmbildung  (3 Einheiten zu je 30 Minuten)
  • EUR 160,- | Stimmbildung und solistisches Arbeiten (4 Einheiten zu je 40 Minuten)
  • EUR 160,- | Sologesang und Interpretation (4 Einheiten zu je 40 Minuten)

Nächtigung und Verpflegung im Stift Melk

Bitte beachte, dass die Verpflegung nur für die gesamte Woche gebucht werden kann; eine Stornierung einzelner Tage oder Mahlzeiten ist nicht möglich.

  • Nächtigung Mehrbettzimmer mit Frühstück: EUR 48,- / Nacht
  • Mittagessen EUR 15,50 / Mahlzeit
  • Abendessen EUR 10,- / Mahlzeit

Aufenthaltskosten

Je nach Buchung in den Hotels oder Pensionen

Bitte melde dich via Online-Formular an. Anmeldeschluss: 15.03.2027.

Die Anzahl der Teilnehmer:innen ist begrenzt. Die Zusage zu deiner Teilnahme erhältst du schriftlich per E-Mail oder per Post.

Cantemus

Freitag, 30. Juli 2027, 19:30 Uhr, Kolomanisaal
Konzert der Solist:innen und Kammerchöre

 

Festakt 30 Jahre Vokalakademie Niederösterreich und 70 Jahre Familiensingwochen
Samstag, 31. Juli 2027, 19:30 Uhr, Stiftskirche Melk

 

Abschlusskonzert
Samstag, 31. Juli 2027, 19:30 Uhr, Stiftskirche Melk

Giuseppe Verdi: „Messa da Requiem“
Fassung als Kammeroratorium von Michael Betzner-Brandt

  • Plenum der Vokalwoche Melk 2027
  • Miriam Kutrowatz, Sopran · Cornelia Sonnleithner, Alt · Robert Bartneck, Tenor · Matthias Helm, Bass
  • Ensemble Respondere
  • Heinz Ferlesch, künstlerische Leitung

 

Musikalische Gestaltung des Gottesdienstes

Sonntag, 1. August 2027, 9:00 Uhr, Stiftskirche Melk

Nur die Besten

Unsere Referent:innen stellen sich vor

Heinz Ferlesch

Plenum, künstlerische Gesamtleitung


Heinz Ferlesch

Heinz Ferlesch ist künstlerischer Leiter der Wiener Singakademie und des Chores Ad Libitum sowie Dirigent des Originalklangorchesters Barucco. Mit seinen Ensembles ist er im nationalen und internationalen Musikleben präsent. Er leitet Produktionen unter anderem im Wiener Konzerthaus, im Theater an der Wien, im Brucknerhaus Linz und im Festspielhaus St. Pölten, bei den Tiroler Festspielen Erl, beim Carinthischen Sommer, bei den Internationalen Barocktagen Stift Melk, den Europäischen Wochen Passau und den Internationalen Händel-Festspielen Halle, im Müpa Budapest und im Žofín-Palais in Prag. Heinz Ferlesch unterrichtet an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, ist musikalischer Leiter der Vokalakademie Niederösterreich und Koordinator der Chorszene Niederösterreich. Seine erfolgreiche Arbeit macht ihn zu einem international gefragten Gastdirigenten, Juror und Workshopleiter, unter anderem beim Chœur de Radio France, beim Orfeó Català, beim Kodály Choir Debrecen, im Rahmen von Berkshire Choral International, bei Summa Cum Laude sowie bei Interkultur. Zudem ist er Mitglied des World Choir Council.

Heinz Ferlesch wurde mit dem Ferdinand-Grossmann-Preis ausgezeichnet. Er ist Kulturpreisträger des Landes Niederösterreich und Träger der Goldenen Kulturnadel seiner Heimatstadt St. Valentin.

Anne Kohler

Kammerchor „Was wir lieben!“


Anne Kohler

Anne Kohler ist Professorin für Chorleitung an der Hochschule für Musik Detmold und war von 2020 bis 2026 künstlerische Leiterin des Bundesjugendchores. In Detmold betreut sie eine Hauptfachklasse Chordirigieren und leitet das Vokalensemble „Pop-Up“ sowie den Kammerchor der Hochschule, die beide erste Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben gewonnen haben.

Anne Kohler studierte Schulmusik, Dirigieren und Gesang und vertiefte ihre Ausbildung in Meisterkursen bei Eric Ericson, Frieder Bernius und Tõnu Kaljuste. Einstudierungen und Gastdirigate führten sie zum SWR Vokalensemble, zum WDR Rundfunkchor und zum Rundfunkchor Berlin. Als Dozentin für Dirigieren, Stimmbildung und Jazzchorleitung sowie als Jurorin ist sie international tätig.

Stilistische Bandbreite, innovative Programmgestaltung und Flexibilität im Umgang mit unterschiedlichen vokalen Klangidealen kennzeichnen ihre Arbeit. Im Dezember 2025 wurde ihr der Landeslehrpreis Nordrhein-Westfalen verliehen.

Jan Schumacher

Kammerchor „Canticum novum”


Jan Schumacher

Jan Schumacher (*1980) ist seit 2015 Universitätsmusikdirektor und Honorarprofessor an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, seit 2024 künstlerischer Leiter der Frankfurter Singakademie und seit 1999 Dirigent der Camerata Musica Limburg. 

Mit seinen Ensembles erarbeitet er ein breites Repertoire von der Gregorianik bis zur Uraufführung und zum Jazz, vom Sinfonieorchester bis zur Big Band und von vokaler bis zu elektronischer Improvisation. Regelmäßige Aufnahmen für HR, SWR, ORF, RTÉ, EBU und Deutschlandradio sowie zahlreiche CD-Produktionen dokumentieren seine Arbeit. Die Camerata Musica Limburg ist zudem Preisträgerin renommierter nationaler (Deutsches Chorfest, Deutscher Chorwettbewerb) und internationaler Wettbewerbe (Tours, Maasmechelen, Kaunas) und zu Gast bei bedeutenden Musikfestivals wie der Schubertiade Schwarzenberg. 

Nach dem Studium der Schulmusik und der Germanistik in Mainz studierte Jan Schumacher Dirigieren bei Wolfgang Schäfer in Frankfurt. Schon als Kind und Jugendlicher prägte ihn bei den Limburger Domsingknaben und im Landesjugendchor Rheinland-Pfalz die Faszination des gemeinsamen Musizierens, die bis heute Antrieb für seine vielfältigen Tätigkeiten ist. Zwischen 2009 und 2025 unterrichtete er als Lehrbeauftragter, Dozent und Professor an verschiedenen Hochschulen, hauptamtlich an der Hochschule für Kirchenmusik Rottenburg und an der Akademie für Tonkunst Darmstadt. Aus dieser Unterrichtstätigkeit entstand die Publikation „Dirigieren. Proben. Singen.“ im Carus-Verlag. Außerdem hat Jan Schumacher 20 Chorsammlungen bei den wichtigsten Chormusikverlagen (Bärenreiter, Carus, Helbling, OUP, Peters) herausgegeben. 

Jan Schumacher ist seit vielen Jahren gern gesehener Gast in Jurys und weltweit als Leiter von Seminaren für Chöre, Orchester und Dirigent:innen tätig. Viele Jahre war er Mitglied des Vorstands und der Musikkommission der European Choral Association – Europa Cantat. Seit 2019 ist er Vorsitzender des Beirats Chor im Deutschen Musikrat und damit künstlerischer Leiter und Juryvorsitzender des Deutschen Chorwettbewerbs. Seit 2020 ist er außerdem einer der Vizepräsident_innen der International Federation for Choral Music (IFCM). 

Sebastian Meixner

Kammerchor „Very British“


Sebastian Meixner

Die Freude am Singen und die Liebe zur Chormusik begleiten Sebastian Meixner seit seiner frühesten Kindheit. Bereits während seiner Schulzeit sammelte er in unterschiedlichsten Formationen und Besetzungen vielfältige Erfahrungen.

Während seines Musikpädagogikstudiums entdeckte Sebastian Meixner seine Begeisterung für die Arbeit als Chorleiter. 2007 gründete er gemeinsam mit Martin Stampfl seinen ersten (Jugend-)Chor nota bene, mit dem er mehrfach beim internationalen Straßenkunstfestival La Strada in Graz auftrat, Uraufführungen bei styria cantat realisierte und ein Goldenes Diplom bei Praga Cantat errang.

2014 übernahm Sebastian Meixner als Nachfolger von Franz M. Herzog die Leitung des steirischen Landesjugendchores Cantanima. Im selben Jahr erreichte er mit dem Ensemble beim renommierten internationalen Chorwettbewerb in Spittal an der Drau exzellente Platzierungen. 2017 wurde der Landesjugendchor beim internationalen Chorwettbewerb in Budapest in zwei Kategorien ausgezeichnet. 2019 erreichte Cantanima beim internationalen Chorwettbewerb „Ave Verum“ in Baden am ersten Wettbewerbstag den 1. Platz, vor Chören unter anderem aus den USA, den Philippinen und Schweden.

Den jüngsten großen Erfolg mit Cantanima erzielte Sebastian Meixner 2024 bei Praga Cantat: Der Chor gewann unter anderem die Kategorie „Geistliche Chormusik“. Sebastian Meixner selbst wurde als bester Chorleiter des Wettbewerbs unter 23 Dirigent:innen mit dem Miroslav-Košler-Preis ausgezeichnet.

Als künstlerischer Leiter der Camerata Styria wurde er bereits im Gründungsjahr 2020 zur Einstudierung des Weihnachtsoratoriums unter Jordi Savall eingeladen. Weitere Zusammenarbeiten erfolgten mit renommierten Künstler_innen wie Stephanie Houtzeel, Arianna Savall, Philipp Scheucher, Michael Hofstetter, Mei-Ann Chen und Patrick Hahn.

Als Sänger in namhaften, vielfach ausgezeichneten Ensembles und Chören absolvierte Sebastian Meixner zahlreiche Auftritte in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien und Spanien sowie auf den Philippinen und in China.

Er studierte Musikerziehung und Informatik (Kunstuniversität Graz bzw. TU Graz) sowie Dirigieren mit Schwerpunkt Chor bei Johannes Prinz. Weitere Erfahrungen sammelte er in Meisterkursen bei Alois Glaßner (AUT), Robert Sund (SWE), Yuval Ben-Ozer (ISR) und Thomas Caplin (NOR) sowie in Workshops mit Gunnar Eriksson (SWE), Ragnar Rasmussen (NOR), Mathias Becker (GER) und Anders Jalkéus (SWE).

Sebastian Meixner unterrichtet an der Kunstuniversität Graz und ist als Referent bei Fortbildungen für Lehrer:innen und Chorleiter:innen, als Coach bei Singwochen und Workshops sowie als Juror tätig.

Foto: NCPhoto

Fabio Felsberger

Assistenz Plenum, Kammerchor „Pulsation“


Fabio Felsberger

Fabio Alexander Felsberger, geboren 1999 in Wien, ist ein österreichischer Dirigent und Komponist. Nach dem Besuch des Musikgymnasiums Wien studierte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) Komposition und Musiktheorie bei Wolfgang Suppan, Iris ter Schiphorst und Judit Varga sowie Dirigieren mit Schwerpunkt Chor-, Orchester- und Operndirigieren unter anderem bei Alois Glaßner, Mark Stringer, Vladimir Kiradjiev und Francesco Angelico. 

Seine künstlerische Laufbahn ist von einer engen Verbindung zwischen Dirigieren, Komposition und vokaler Arbeit geprägt. Bereits früh war er als Chorleiter tätig und wirkte als Assistenzdirigent des Landesjugendchors Niederösterreich sowie als Korrepetitor unter anderem bei der Wiener Singakademie. Seit 2023 ist er künstlerischer Leiter des Collegium Vocale Wien, mit dem er unter anderem eigene Werke wie eine Missa brevis sowie bedeutende chorsinfonische Literatur wie die Johannespassion von Johann Sebastian Bach zur Aufführung brachte. 

Parallel dazu entwickelte er seine Tätigkeit im instrumentalen Bereich und sammelte Erfahrungen mit Ensembles und Orchestern, unter anderem mit Werken von Franz Schubert und Louise Farrenc. Als Pianist trat er auch international in Erscheinung und arbeitete eng mit Sänger:innen zusammen. 

Zu seinen jüngsten Projekten zählen Aufführungen von Georg Friedrich Händels „Messiah“, Franz Schuberts „Unvollendeter“, Felix Mendelssohn Bartholdys „Hebriden-Ouvertüre“ sowie Arthur Honeggers „Le Roi David“. Meisterkurse unter anderem bei Erwin Ortner und Florian Ludwig ergänzen seine künstlerische Ausbildung. 

Neben seiner Tätigkeit als Dirigent ist er auch als Komponist aktiv, mit einem Schwerpunkt auf Chor- und Ensemblemusik. Einige seiner Chorarrangements standen in den letzten Jahren auf den Programmen der Vokalwoche Melk und des Webern Kammerchors der mdw.

Cornelia Sonnleithner

Stimmbildung


Cornelia Sonnleithner

Die in Wien geborene Altistin begann bereits während ihrer Schulzeit am Musikgymnasium Wien ihr Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, das sie mit Auszeichnung abschloss. An der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien absolvierte sie den Lehrgang für Klassische Operette. Meisterklassen unter anderem bei KS Vesselina Kasarova und KS Robert Holl bereicherten ihre Ausbildung. Cornelia Sonnleithner war Finalistin beim internationalen Wettbewerb „Klassikmania“ 2010 und beim Nico-Dostal-Wettbewerb 2015. Von 2012 bis 2018 war sie Mitglied des Wiener Staatsopernchores, wo sie auch kleinere Solorollen verkörperte.

Ihr Repertoire umfasst diverse Opernrollen. Dazu kommen Oratorien wie die h-Moll-Messe, die Matthäus-Passion, die Johannes-Passion und das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händels „Messiah“, Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem, Felix Mendelssohn Bartholdys „Elias“, die „Stabat mater“-Vertonungen von Giovanni Battista Pergolesi, Gioachino Rossini und Antonín Dvořák, Rossinis „Petite messe solennelle“ und die 2. Symphonie von Gustav Mahler.

Sie sang bei den Salzburger Festspielen, am Opernhaus Zürich, an der Volksoper Wien, am Vorarlberger Landestheater, im Wiener Konzerthaus, im Musikverein Wien, im Brucknerhaus Linz, im Festspielhaus St. Pölten, und vielen anderen Häusern im In- und Ausland.

Die Altistin arbeitete mit Dirigenten wie Adam Fischer, Marco Armiliato, Erwin Ortner, Heinz Ferlesch, Gerrit Prießnitz, Beat Furrer, Luca De Marchi und Ilya Ram sowie mit Regisseur:innen wie Michael Sturminger, Carolin Pienkos, Cornelius Obonya, Otto Schenk, Sven-Eric Bechtolf, Wolfgang Dosch, Stefan Otteni, Georg Zlabinger, Giovanni Netzer, Matija Ferlin, Sebastian Hirn, Tatjana Gürbaca und Vivien Hohnholz zusammen.

Zudem ist sie Mitglied des österreichischen Ensembles Cantando Admont, das auf Alte und Neue Musik spezialisiert ist und mit renommierten Komponist_innen zusammenarbeitet. Mit der österreichischen Pianistin Clara Sophia Murnig bildet sie ein Lied-Duo. Seit 2026 ist sie als Gesangspädagogin am Diözesankonservatorium für Kirchenmusik in Wien tätig.

Foto: Agnes-Stadlmann

Matthias Helm

Stimmbildung


Matthias Helm

Matthias Helm studierte Gesang bei Rotraud Hansmann sowie Lied und Oratorium bei Robert Holl. Darüber hinaus besuchte er Meisterkurse bei Margreet Honig, Wolfgang Holzmair und Rudolf Piernay.

Vor allem als Interpret der Oratorien und Passionen von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Felix Mendelssohn Bartholdy und Frank Martin ist Matthias Helm gern gehörter Gast namhafter Festivals und Konzerthäuser wie Bachfest Leipzig, Händel-Festspiele Halle (Saale), Boston Early Music Festival, styriarte, Festival Oude Muziek Utrecht, Theater an der Wien, Wiener Konzerthaus, Wiener Musikverein, Philharmonie Luxembourg, Wigmore Hall und Philharmonie Berlin. Dabei arbeitet er mit Klangkörpern wie der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen, dem Bach Collegium Japan, der Nederlandse Bachvereniging, dem Concentus Musicus Wien, dem Ensemble Barucco, dem Dunedin Consort, dem L’Orfeo Barockorchester, der Wiener Akademie, dem Orquesta Sinfónica RTVE Madrid und dem RSO Wien zusammen.

Zahlreiche Liederabende, insbesondere die enge Zusammenarbeit mit dem Gitarrenduo Hasard („Die schöne Müllerin“, Gramola 2015), belegen Matthias Helms enge Verbindung zum Lied. Verschiedene Bühnenproduktionen führten ihn außerdem an das Theater im Volksgarten Linz, an die Wiener Kammeroper und zur Sommeroper Klosterneuburg. Konzertreisen führten ihn durch Europa, in die USA sowie nach Kanada, Japan, Südkorea und Singapur.

Simona Eisinger

Stimmbildung


Eisinger Simona

Simona Eisinger ist eine österreichische Sopranistin mit slowakischen Wurzeln. Sie studierte an der Konservatorium Wien Privatuniversität (heute MUK), wo sie mit dem Master of Arts abschloss. Seitdem gastierte sie an Häusern wie der Volksoper Wien, dem Theater an der Wien, der Neuen Oper Wien, dem Landestheater Linz, dem Staatstheater am Gärtnerplatz in München und dem Luzerner Theater.

Zu ihrem Repertoire zählen Partien wie Pamina und Erste Dame (Die Zauberflöte), Donna Anna (Don Giovanni), Lauretta (Gianni Schicchi), Gretel (Hänsel und Gretel), Ninetta (Die diebische Elster), Rosalinde (Die Fledermaus) und Sylva Varescu (Die Csárdásfürstin).

Als Konzertsängerin gastierte sie in namhaften Konzertsälen wie dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, der Elbphilharmonie Hamburg, der Philharmonie im Gasteig in München, dem Konserthuset in Stockholm, dem DR Koncerthuset in Kopenhagen, dem Musiikkitalo in Helsinki sowie der Suntory Hall und der Tokyo Opera City Concert Hall in Tokio.

Seit 2018 verbindet sie eine enge Zusammenarbeit mit dem österreichischen Komponisten Guntolf Palten, dessen gesamtes Liedschaffen sie gemeinsam mit dem Tenor Rainer Trost exklusiv für das Label Preiser Records auf sechs CDs eingespielt hat.

Robert Bartneck

Stimmtechnik und solistisches Arbeiten


Robert Bartneck

Der lyrische Tenor Robert Bartneck wurde in Hannover geboren. Nach seinem Studium in Graz begann er seine Karriere am Meininger Staatstheater, wo er unter anderem als Ferrando (Così fan tutte), Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail), Prunier (La rondine) und Brighella (Ariadne auf Naxos) zu hören war.

Von 2020 bis 2023 war er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo er unter Dirigenten wie Philippe Jordan, Adam Fischer, Franz Welser-Möst und Pablo Heras-Casado arbeitete und Rollen wie Don Basilio (Le nozze di Figaro), Monostatos (Die Zauberflöte), Remendado (Carmen) und Dr. Blind (Die Fledermaus) sang. Anschließend wechselte er in das Ensemble der Volksoper Wien, wo er unter anderem als Alfred (Die Fledermaus), Pedrillo, Pluto (Orpheus in der Unterwelt) und Raoul de Saint-Brioche (Die lustige Witwe) zu hören war.

Sein Konzertrepertoire umfasst Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Giuseppe Verdi, Felix Mendelssohn Bartholdy und Carl Orff. Gastauftritte führten ihn unter anderem zu den Donaufestwochen im Strudengau und zum Festival Zagreb Classic Open Air.

Neben seiner Bühnenkarriere ist Robert Bartneck als Gesangspädagoge tätig. Er absolvierte ein Masterstudium in Gesangspädagogik in Graz und war sieben Jahre als Stimmbildner bei den Grazer Kapellknaben engagiert.

Foto: Marie Liebig

Miriam Kutrowatz

Stimmtechnik und solistisches Arbeiten


Miriam Kutrowatz

Die Wiener Sopranistin Miriam Kutrowatz begann ihre Karriere 2020 im Jungen Ensemble am Theater an der Wien und war anschließend Mitglied des Opernstudios der Wiener Staatsoper. Ihr Repertoire reicht von Mozart bis Wagner.

Sie gastierte unter anderem als Atalanta in Georg Friedrich Händels „Serse“ und als Euridice in Claudio Monteverdis „L’Orfeo“ am Opernhaus Zürich, als Edwige in Jacques Offenbachs „Robinson Crusoé“ an der Komischen Oper Berlin sowie als Arsena in Johann Strauss’ „Der Zigeunerbaron“ und als Marie in „Karneval in Rom“ am Theater an der Wien. Mit der Kammerakademie Potsdam sang sie die Titelpartie in Johann Christian Bachs „Zanaida“. Zuletzt sang sie Zerlina in Wolfgang Amadeus Mozarts „Don Giovanni“ in Montpellier und Konstanze in „Die Entführung aus dem Serail“ am Goethe-Theater unter Michael Hofstetter.

Als Konzertsängerin ist sie mit einem Repertoire vom Barock bis zur Moderne in bedeutenden Sälen wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Elbphilharmonie Hamburg und der Philharmonie de Paris zu Gast. Regelmäßig singt sie im Musikverein und im Konzerthaus Wien sowie beim Festival styriarte. Gustav Mahlers 8. Symphonie sang sie unter Klaus Mäkelä sowie unter Semyon Bychkov mit der Tschechischen Philharmonie; beide Produktionen sind auf CD erschienen. Ihr Solo-Debütalbum „Ophelia“ mit Liedern von Richard Strauss ist beim Label Gramola erschienen.

Foto: Liliya-Namisnyk

Margit Klaushofer

Sologesang und Interpretation


Margit Klaushofer

Em. o. Univ.-Prof. Margit Klaushofer studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw). Internationale Konzertreisen führten die lyrische Sopranistin nach Deutschland, England, Spanien, Griechenland, in die USA, in die Niederlande und nach Italien.

Seit 1988 unterrichtet Margit Klaushofer an der mdw; 1993 wurde sie als Universitätsprofessorin für Gesang berufen. Von 2017 bis 2022 leitete sie das Institut für Gesang und Musiktheater an der mdw. Als Pädagogin gibt sie regelmäßig Meister_innenkurse für Gesang und Interpretation. Sie ist Jurymitglied diverser Wettbewerbe, zum Beispiel bei prima la musica, der Competizione dell’Opera und dem staatlichen Wettbewerb in Peking.

Studierende von Margit Klaushofer sind an Opernhäusern wie der Wiener Staatsoper, der Staatsoper Unter den Linden Berlin, der Oper Frankfurt, der Mailänder Scala, dem Gärtnerplatztheater München sowie in Düsseldorf, Prag und Zürich engagiert. Sie sind Preisträger_innen renommierter internationaler Wettbewerbe wie Operalia, Internationaler Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb, Mirjam-Helin-Wettbewerb und International Antonín Dvořák Singing Competition. Besonders die Förderung junger Sänger_innen ist Margit Klaushofer ein großes Anliegen.

Kyoko Yoshizawa

Korrepetition Plenum


Kyoko Yoshizawa

Kyoko Yoshizawa studierte Konzertfach Klavier, Kammermusik und Opernkorrepetition am Konservatorium der Stadt Wien. Sie ist als Korrepetitorin bei renommierten Wiener Chören und bei diversen Meisterkursen für Dirigent_innen, Cellist_innen und Sänger_innen tätig und spielt als Orchesterpianistin in verschiedenen Orchestern, unter anderem im Tonkünstler-Orchester Niederösterreich und im ORF Radio-Symphonieorchester Wien. Zahlreiche Konzertauftritte in verschiedenen Kammermusikformationen und als Liedbegleiterin ergänzen ihre Tätigkeit. Seit 2010 ist sie Chorkorrepetitorin an der Wiener Staatsoper.

Gernot Schedlberger

Korrepetition


Schedlberger Gernot

Gernot Schedlberger studierte Komposition und Orchesterdirigieren an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und ist als Komponist, Dirigent und Pianist tätig. Als Korrepetitor arbeitet er mit international namhaften Solist:innen und Dirigent:innen, unter anderem im Musikverein Wien und mit dem Wiener Singverein. Für seine Kompositionen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. An der mdw unterrichtet er im künstlerischen Hauptfach „Historische Satztechniken“ und leitet den Vorbereitungslehrgang für Komposition, Musiktheorie, Dirigieren und Tonmeister-Studium.

Istvan Matyas

Korrepetition


Matyas Istvan

Der Organist und Pianist István Mátyás wurde in Ungarn geboren. Er studierte Konzertfach Orgel und Klavier an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Roland Keller, Paul Gulda, Karen De Pastel, Rudolf Scholz und Martin Haselböck.

2005 gewann er beim Mikael-Tariverdiev-Orgelwettbewerb in Kaliningrad den 1. Preis sowie vier Sonderpreise. Seither führen ihn zahlreiche Konzertengagements durch ganz Europa. Besonders hervorzuheben sind seine Orgelkonzerte im Wiener Konzerthaus, im Budapester Palast der Künste, im Dom zu Tallinn, im Internationalen Haus der Musik in Moskau, in der Basilika St. Gereon in Köln, in der Schwarzen Kirche in Kronstadt und in der Kathedrale Notre-Dame de Paris. Seine Weltersteinspielung der Orgelwerke von Hans Gál wurde von der Fachpresse als „wichtigste diskographische Tat des Jahres“ gewürdigt.

Von 2008 bis 2014 war István Mátyás als Korrepetitor an der Kunstuniversität Graz tätig, seit 2014 arbeitet er als Korrepetitor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Seit der Saison 2015/2016 ist er Korrepetitor der Wiener Singakademie und seit 2017 künstlerischer Leiter der Internationalen Orgelwoche Zalaegerszeg.

Andrea Szewieczek

Korrepetition


Andrea Szewieczek

Andrea Szewieczek wurde 1992 in Linz geboren. Sie absolvierte zwei Bachelorstudien (Konzertfach Klavier, Klavierpädagogik) an der Kunstuniversität Graz bei Markus Schirmer und Christiana M. Perai sowie ein künstlerisches Masterstudium an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz bei Oleg Marshev. In Meisterkursen erhielt sie unter anderem Unterricht bei Paul Badura-Skoda, Mikhail Voskresensky, Endre Hegedűs und Jan Kadlubiski.

Während ihrer Studienzeit wurde sie Preisträgerin zahlreicher internationaler Klavierwettbewerbe, darunter 1. Preis beim „International Piano Competition Ischia“ (Italien), 1. Preis beim „Concorso Internazionale Città di Sarzana“ (Italien), 1. Preis bei der „XXII International Music Competition Cortemilia“ (Italien) und 3. Preis bei der „Euregio Piano Competition“ (Deutschland).

Nach ihrem Studienabschluss war Andrea Szewieczek einige Jahre als Opern- und Solokorrepetitorin am Gesangsinstitut der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz angestellt. Seit 2021 ist sie Korrepetitorin und Dozentin für Klavierpraxis an der Joseph Haydn Privathochschule in Eisenstadt.

Als freischaffende Pianistin war sie in den vergangenen Jahren unter anderem als Bühnenpianistin am Musiktheater Linz, als musikalische Leiterin und Bühnenpianistin am Theater Phönix (Linz), als Opernkorrepetitorin am Theater an der Rott (Deutschland) und beim Festival „Herbstgold“ (Eisenstadt), als Musicalkorrepetitorin beim „Kultursommer Bad Leonfelden“ und als Solistin beim „Steirischen Tonkünstlerbund“ (Graz) engagiert. Außerdem ist sie seit 2018 Orchestermitglied im Kurorchester Bad Hall und seit 2019 Chorkorrepetitorin beim Chor Ad Libitum (Heinz Ferlesch).

Neben einer regen Konzerttätigkeit in Österreich (Brucknerhaus Linz, Bank Austria Salon Wien, Stefaniensaal Graz u. a.) führten sie internationale Auftritte als Solistin, Begleiterin und Kammermusikerin nach Deutschland, Frankreich, Polen, Ungarn, Slowenien und China sowie zu diversen italienischen Musikfestivals.

Foto: Elisa Unger

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15.03.2027

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Moser Felicitas